Touren in die Sahara

 

In der Wüste bin ich das wert, was meine Götter wert sind.
Antoine de Saint-Exupéry, Bekenntnis einer Freundschaft

Marokko, und auch die Westsahara und Mauretanien, sind die heutzutage die einzige, wirklich praktikable Möglichkeit mit dem Motorrad in die Sahara zu fahren. Libyen, Algerien und Ägypten haben leider instabile politische Verhältnisse, in Tunesien ist es z. Zt. nicht viel besser. Hier gilt es Risiken abzuwägen und wer einen stressfreien Urlaub verbringen will, der fährt heutzutage nach Marokko!

 
Marokko ist eins der auftstrebendsten Länder des afrikanischen Kontinents und verbindet in genialer Weise europäischen Standard mit orientalischer Folklore. Luxushotels und mittelalterliche Märkte, tiefe Schluchten und weite Wüstentreks, Schlangenbeschwörer und moderne Städte - Marokko ist ein Land der gewaltigen Gegensätze! Hunderte Kilometer Sandpisten, weite Überlandstrecken, kleine Berberdörfer, Flussdurchfahrten, steile Pässe über den Hohen Atlas, die unendliche Ruhe in den Dünen der Sahara, die quirligen Kamelmärkte, der Schrei des Muezzin zum Gebet, all das erleben wir auf unseren weiten Touren durch, teilweise nur per GPS zu befahrene, Landstriche ohne Weg und Steg. 
 
Die Wüste ist, wie der Ozean, ein Ort der Sinnesschärfung. Der gewaltige Sternenhimmel mit tausenden von Lichtern, das Singen des Windes in Grasbüscheln, das Rieseln der Sandkörner, die unentwegte Veränderung der Dünen, das weiche Licht der Morgendämmerung, das erste Klappern der Kaffeebecher, das grollende Starten der Motoren, die Sandfontänen - auf zu neuen Abenteuern!
 
 
Ganz besonderen Wert legen wir auf die Kommunikation und das Miteinander mit der einheimischen Bevölkerung! Wir wollen uns abends am Lagerfeuer Geschichten von tausend und einer Nacht erzählen lassen, die Köstlichkeiten der Saharaküche ausgiebig geniessen, mit Tuaregs zu ihren Zeltlagern fahren, auf Märkten feilschen, uns prähistorische Felszeichnungen in unzugänglichen Bergmassiven anschauen, an Brunnen der Kamelkarawanen rasten, unsere Zelt ein den Ruinen verlassener Forts der Fremdenlegion aufschlagen, verschwiegene Luxusresorts in der Wüste entdecken oder vielleicht sogar mithelfen, eine Dorfschule aufzubauen.
 
Auch wenn das Auswärtige Amt seit Jahren vor den Pisten in der Grenznähe zu Algerien warnt oder gar von einem Besuch der umstrittenen Westsahara ganz abrät, so fühlen wir uns doch überall sehr sicher. Wie auch alle unsere Tourenteilnehmer immer wieder sagen: "wir haben uns keine Sekunde jemals auch nur annähernd bedroht gefühlt!". Wir sprechen die Sprachen, kennen die einheimischen Gebräuche, können auch mal asketisch leben, wissen wie wir alle möglichen und eventuellen Problemen zurechtkommen. Überraschungen sind in Marokko an der Tagesordnung, über die guten freuen wir uns und mit den anderen werden wir fertig. Unser Netzwerk in Marokko ist absolut exemplarisch: wir können telefonisch auf die sofortige Unterstützung der Gendarmerie, der Armee, der Polizei, auf BMW Marokko, auf viele kleine Werkstätten, auf Reifenfirmen, auf Hotels, auf Mietfirmen zugreifen!
 
Die Expedition im April 2014 war ja ganz der Herausgabe eines Buches über Motorradreisen in Marokko gewidmet. 2015 dann das große Treffen des BMW GS Clubs in der Wüste ganz tief im Süden Marokkos. Wir wurden unterstützt von TOURATECH, Held, Louis, Heidenau, BMW Marokko und nicht zu vergessen vor allem durch die Firma KTM in Mattighofen, die uns zwei Werkstattwagen mit 8 brandneuen KTMs zur Verfügung gestellt hatte! 2016 arbeiten wir mit dem Reiseveranstalter SAHARA WINGS und ENDURO ABENTEUERREISEN zusammen, um die Edition 2016 des Saharacamps fröhliche Urstände feiern zu lassen. Diesmal in verkürzter Form (9 Tage) und klarer Kampfansage: Pisten, Zeltlager und jede Menge Fun!
 
"Inschallah!" können wir dazu nur sagen und wir lassen uns eines der letzten großen Motorradabenteuer nicht entgehen. Wer weiß, wie lange man noch in diese Länder so sicher wie heute fahren kann.
 
 
 
 
 
Badezimmer zwischen Atlas und Sahara
 
 
Kobra morgens im 1. Saharacamp 2015 im Fort Bou Jerif