Ausrüstungsliste Sahara

 
 

Überblick über die Ausrüstung des GS-Fahrers, zur Inspiration und zur Kontrolle:

Hier ein Überblick über 100% aller Dinge, die man dabei haben sollte. Die Auswahl bleibt dann jedem selbst überlassen. Alles Aufgezählte passt in 2 große Koffer, in eine große Gepäckrolle und in einen Tankrucksack. Knapp, aber es passt. Vor einigen Jahren musste man in Marokko fast immer auch Pisten fahren und dementsprechend gerüstet sein. Diese Liste ist deshalb für Pistenfahrer und Camper gedacht. Aber seit 2,3 Jahren werden die Pisten immer mehr durch Asphalt ersetzt und man kann heute durchaus quer durch Marokko 5000 Km fahren, ohne je den komfortablen Teer zu verlassen. 
 
( # = Dinge, die man sich evtl. sparen kann)
 
 

Die Vorbereitungszeit:
 

 
minus 90 Tage
 
- Fährenbuchung (Empfehlung: Sahara Wings)
- Impfungen kontrollieren! Tetanus Impfung hat eine Gültigkeit von 10 Jahren. Bei Fahrten südlicher als die Westsahara, sollte man sich von einem Tropenarzt beraten lassen. Ich empfehle die Reisepraxis in München bei Globetrotter oder in Berlin in der Jägerstr. 67 (www.bctropen.de ; Gesundheitsberatung, Impfungen, Prophylaxe. In München Mo-Fr 15 - 19 h)
- Reisepass Gültigkeit kontrollieren (min. 9 Monate)
- Ausrüstung für die BMW besorgen
- ADAC PLUS oder HUK Auslandschutzbrief
 
minus 60 Tage
 
- Landkarte Michelin
- Reiseführer
- Versicherungen checken: Krankenversicherung, Unfallversicherung, Motorrad Versicherung mit "MA" in der grünen Karte!
 
Wenn die deutsche Versicherung MA nicht versichert (sind etwa 50%), dann gibt es diese Möglichkeiten:
+ Versicherung wechseln
+ an der Grenze eine 30 Tage Versicherung kaufen (ca. 86 €)
+ bei AXA Versicherungen in ganz Marokko gibt es 10 Tage für ca. 65 €
 
- Formulare ausdrucken (siehe Marokko)
- Anfangen, ein bisschen Sprachen zu lernen  #
- Hotels, etc. buchen #
- persönliche Ausrüstung komplettieren
- Motorrad inspizieren, Wartung
 
Was mache ich im Falle einer Panne, Unfalls oder Krankheit?
 
- Adressen der Versicherungen
- Adressen Kreditkartenaussteller
- Adresse ADAC
- Adresse dt. Botschaft in Marroko: 7, Zankat Madnine, Rabat, Tel: 0537 21 86 00 (nur 9h - 12h); Notruf:  0661 14 70 59
  Konsulat Agadir: 6, rue de Madrid, Tel: 0528 84 10 25 ; Konsulat Casablanca, Tel: 0522 45 05 45
- Adressen Ärzte und Kliniken (Rabat, Casablanca) #
- Adressen Werkstätten (Zagora, Casablanca) #
 
Wie kann das Fahrzeug in Marokko verbleiben, wenn ich wegen Unfall, Krankheit, etc. nach Hause muss?
 
Die Einfuhr von Fahrzeugen ist in Marokko sehr streng reglementiert. Beim Grenzübertritt wird das Fahrzeug in den Pass eingetragen. Gerade in Notfällen sollte man sich darüber klar sein, wie man ohne Fahrzeug aus dem Land kommt!
 
Wenn das Motorrad verunfallt ist oder man muss wegen eines anderen Grundes nach Europa zurück, kann der lokale Vertreter der deutschen Versicherung ein Formular ausstellen, das es ermöglicht, ohne Fahrzeug überhaupt aus dem Land zu kommen! In diesem Fall behält dieser marokkanische Vertreter die Schlüssel und die Papiere des Fahrzeuges und ist dafür verantwortlich. Der Exportfrist für das Fahrzeug läuft trotzdem weiter- es muss innerhalb von 180 Tagen wieder ausgeführt werden! Selbst wenn das Fahrzeug Schrott ist (in Schlucht gefallen, im nassen Strand versenkt) muss es offiziell ausgeführt werden!
 
Es gibt auch die Möglichkeit des Verwahrens in einem Zollfreibereich.
 

Das WICHTIGSTE :

 
- Pass, mindestens 6 Monate gültig, keine Einreisestempel von Israel oder Algerien im Pass
- Führerschein (dt., gilt auch für Westsahara und Mauretanien)
- Kfz.-Schein
- grüne Versicherungskarte mit dem Vermerk "MA" = Marokko (machen viele, aber nicht alle Versicherungen)
  Tipp: HDI in Hannover macht es für die Kasko, Vollkasko für Marokko ca. 30% Aufschlag auf die Jahresprämie.
  Ansonsten kann man sich eine grüne "MA" Haftpflicht-Versicherung an der Grenze kaufen= 80 Euro für 4 Wochen.
 
- ADAC Plus Mitgliedschaft (echt ein Vorteil!), oder Tipp: HUK Auslandsschutzbrief
- 2 oder 3 Kreditkarten, insbesondere VISA, Mastercard
  Tipp: Aufbewahrungstasche mit Kupfergewebe gegen KK-Abscanner besorgen!
- Fährticket, wenn nötig #
- Wichtige Dokumente in Kopie (USB)
- Adressen, Telefonnummern
- min. 300 Euro in bar
 
 

Weitere Dokumente:

 
- Unfallversicherung #
- Notfallausweis mit Blutgruppe, Allergien, Tetanus Impfung  #
- Michelin Landkarte Marokko, 1:1.000.000 (Amazon) oder Marokkokarte Reise Know How (wasserfest), letztere ist vorzuziehen!
- Für Gruppen- oder Vereinsfahrer: gegenseitiger, schriftlicher Haftungsausschluss
- Erlaubnis des Fzg.-Besitzers, das Motorrad zu benutzen (franz.) - hier herunterladen! Von ADAC bestätigen lassen!
- Datenblatt für die Polizei, nur für den Süden/Osten Marokkos (Grenzgebiete) - ist hier herunterzuladen! Wird überall im Süden verlangt. #
- Einreiseformulare für das Motorrad findet ihr hier (Wichtig, ausfüllen und auf grünem Papier ausdrucken).
 

Camping:

 
- Schlafsack, Polyester (praktisch) oder Daunen (leicht, klein)
- Isomatte (Thermorestmatte)
- Tunnelzelt oder Kuppelzelt (unter 2,5 Kg)
- Kissen oder Leinensack #
- Trinkbecher (Edelstahl oder Titan)
- Besteck 
- Taschenmesser (Victorinox z. B.)
- kleiner Rucksack für Wanderungen #
- 2 LED Lampen (1 Stirnlampe, 1 kleine Minilampe)
- Feuerzeug
 
- Kocher falls notwendig (wird selten gebraucht) #
 
 

Hygiene:

 
- Zahnputzutensilien
- Rasierer, Rasiercreme (kann auch bei Reifenpannen nützlich sein)
- Kamm
- Shampoo/Duschgel (kleine Proben)
- Antitranspirant
- Sonnencreme (sehr wichtig)
- 2 Lippenstifte (wichtig in der Wüste)
- Mückenschutzmittel (US 622, Autan, Nobite) 
- Nivea oder Argan-Öl (wichtig in der Wüste)
- Microfaserhandtuch groß
- Durchfallmittel, Jodersatz, Plaster, etc.
- Tempotücher
- Baby-Reinigungstücher (universell verwendbar) #
- Brillenträger: Ersatzbrille mitnehmen. Kontaktschalen möglichst nicht verwenden!
 
Tipp: Alle Artikel in so kleinen Packungen wie möglich mitnehmen! Keine "normale" Duschgelgröße, keine "normale" Zahncreme, etc.
Dazu einen aufhängbaren Waschzeugbeutel besorgen!
 
 

Kleidung:

 
- Motorradkombi Textil, zweiteilig (nur sehr gute Qualität)
- 2 Paar Handschuhe (Air Flow und wasserdichte)
- 1 leichte Regenkombi (BMW Pro Rain war prima)
- Sturmhaube (Anfahrt) #
- Nierengurt #
- Halstuch
- Brille für Helm
- Endurohelm, Klapphelm, Jethelm evtl. . Beim Endurohelm unbedingt Visier oder Motorradbrille!
- Unterwäsche
- T-Shirts
- Hemden
- 2 Jeans
- Badehose
- hohe Motorradstiefel (Leute, NIEMALS Wanderschuhe, etc.). Im Gelände unbedingt Endurostiefel!!!
- 1 Sportschuhe 
- Sonnenbrille
- Warnweste (evtl.) #
- Ohrstöpsel (evtl.) #
 
 

Foto& Elektronik:

 
- GoPro Kamera mit mind. 3 Akkus #
- Spiegelreflex oder Systemkamera  
- Speicherkarten, Ministativ 
- Handy 
- Navigationsgerät #
- Ladegeräte
- Ersatzbatterien
- es gibt sehr gute Universalladegeräte, wie PIXO !
 
Anmerkung: Marokko ist ein Eldorado für Fotografen. Ein Feuerwerk der Farben und der unvergesslichen Eindrücke! Ich empfehle eine gute Spiegelreflexkamera mit 2 Objektiven oder, besser noch, eine gute Systemkamera (Sony, Leica, Panasonic).
 
Fotografieren in Marokko: Immer vorher fragen, ggfls. dafür bezahlen! GoPro kann hier punkten, da die Kamera ständig mitläuft, bzw. über Fernsteuerung Aufnahmen machen kann! Wer dann Lust und Zeit hat, diese Aufnahmen alle zuhause auszuwerten....
 

Motorrad:

 
- 2 Metall-Koffer, Tankrucksack
- Verstellbarer Schalthebel, Lenkererhöhung, Unterfahrschutz (Wunderlich)#
- Reifenreparaturset CO2 (Louis)
- Ersatzschlauch/schläuche (evtl.- sind platzraubend!) #
- Flickzeug Schlauch
- Pannenspray (Vorsicht bei RDC Systemen, die sind dann kaputt)
- Montiereisen (2 Stück, 25 und 35 cm) #
- Multitool
- Panzertape
- Kupferdraht
- Sicherungen
- 5 Speichen #
- 10 Kabelbinder
- 8 Meter Textilgurt mit Schlaufen #
- Batteriestartkabel, klein #
- Kühlerdichtmittel #
- Kaltmetall #
- 2 Zündkerzen #
- Zündkerzenschlüssel
- Luftpumpe, bzw. Kompressor (mit Krokoklemmen für die Batterie, vorher ausprobieren!)
- 1 oder 2 Liter Reservebenzintank
- Digitales Luftdruckmessgerät, nur bei Sandfahrten #
 

Nahrung:

 
- 2 Büchsen Ölsardinen zur Notverpflegung 
- Salz, Pfeffer
- Traubenzucker (bei Durchfallerkrankungen)
Alles ist günstig und überall in Marokko zu kaufen, es ist daher wirklich unnötig Lebensmittel mitzunehmen!
- Alkohol: nicht immer leicht zu finden, daher Bier&Wein in den großen Supermärkten einkaufen, wenn dort vorrätig. Richtung Süden ist die letzte "Tankmöglichkeit" in Agadir! Ansonsten natürlich in manchen Hotels und wenigen Restaurants. Immer mehr Supermärkte in Marokko schließen die Alkoholabteilung.
 

Sonstiges:

 
- Faltwassertank 5 Liter (nur für Camper) #
- Camelback 2 - 3 Liter (wirklich unverzichtbar in der Wüste!)
- Wasser
- Schlangenbissset #
- Zeltalarmanlage #
- Spanngurte (gute Qualität)
- Elastisches Netz für die Gepäckrolle
- 2 Aludecken
- Rei in der Tube
- Geschenke für Begegnungen #
 
Nicht erwünscht:
 
- Geschenke für die Kinder (Kugelschreiber, etc.), das verwandelt die Kinder leider in eine Horde von Blutsaugern. Dieses Verhalten von Kindern gibt es nur an Stellen, die von Touristen stark frequentiert werden. Bitte unterstützt das nicht, auch die Dorfchefs sind gegen diese Unsitte! Freundlich, aber bestimmt auftreten! Geschenke nur und gerne an Menschen, die Euch helfen oder an "echte" Begegnungen!
 

Verboten:

 
- alle militärisch aussehenden Dinge, wie BW Parkas, etc.
- stehende Messer, etc.
- mehr als die erlaubten Mengen Alkohol und Zigaretten
- Drogen (arab.: kif): Konsum und Besitz streng verboten
 

Was ich nicht mitnehmen würde:

 
- Trinkflaschen aus Alu, etc.; unpraktisch, nehmen leer Platz weg & sind nicht kompatibel mit dem hohen Wasserkonsum
- Kocher, Töpfe, Kaffeemaschine; man kann überall günstig alles bekommen
- Wasserentkeimungsgeräte
- Isomatte; nimmt zuviel Platz weg und verstaubt; Thermorest im Ortlieb-Sack ist optimal
 
Für 4 Wochen Marokko reichen 2 Metallkoffer, ein Packsack und ein Tankrucksack. Zu 2. noch ein Topcase zusätzlich. Die beiden Koffer sind zuhause zu 80% voll zu packen, damit noch Platz ist für Lebensmittel, Wasser, etc.
 
# = Dinge, die man eventuell weglassen kann
 
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Diese Liste ist ohne Gewähr und dient vor allem zur Kontrolle der Vollständigkeit. Jeder sollte nach seinen Vorstellungen packen: doch meistens hat man zuviel dabei und auf Pisten schmerzt jedes einzelne Kilo auf dem Bike!
 
 
Für die Ausrüstung der Maschine empfehle ich das Gewicht 1. so gering wie möglich zu halten (15- 20 Kg Gepäck), 2. den Schwerpunkt des Gepäcks so tief wie möglich zu legen. Vom Topcase in der Sahara würde ich ganz abraten, lieber eine Gepäckrolle. Alle schweren Dinge (Werkzeug, Benzin, etc.) unten in den Koffern lagern. Die Koffer innen mit dünner Korktapete bekleben, das isoliert, gibt Ruhe und verhindert Alu-Abrieb. Die GS Hupe würde ich verstärken, die Scheinwerferbirne auch, Scheinwerfer durch Schutz sichern. Enduroreifen.
 
Mein Reifentipp: Für klassische Rundreisen würde ich nur Strassenreifen empfehlen. Für leichtes Gelände und die Piste zwischen Merzouga und M'hamid den Heidenau, für alle anderen Exkursionen nur Enduroreifen. Reifendruck im Sand und in der Hamada auf 1,3 - 1,5 bar absenken! Conti sind prima und universell, Desert ebenfalls: Vorsicht jedoch auf feuchter Strasse!!! Nochmals: die Strassen in Marokko sind oft außergewöhnlich rutschig (Diesel, Motoröl, Fischöle, vegetarische Öle), mit Enduroreifen besonders aufpassen!
 
In Marokko sollte man besonders konzentriert fahren. Ärztliche Hilfe ist oft tagelang entfernt.
 
Skorpionbisse sind selten und nicht lebensbedrohend. Bei Schlangenbissen SOFORT abbinden, Wunde ggfls. öffnen, wärmebehandeln. Schlangenserum (Gegengift) gibt es nur in Casablanca beim Institut Pasteur.
 
Diese Vorschläge zur Ausrüstung sind zu variieren je nach Jahreszeit und Gegend! Zur Anfahrt braucht man meistens schon wärmere Sachen, im Atlasgebirge kann es sehr kalt werden, in der Wüste nachts um den Gefrierpunkt! Auf einer Marokkotour hat man also meistens eine komplette Garnitur von ziemlich kalt bis sehr heiß dabei! Tagsüber im Atlas europäische Motorradkleidung, ab dem Osten des Atlasgebirges sehr luftige Kleidung (Kombi luftdurchlässig), Textil-Endurohandschuhe, Endurohelm (oder Klapphelm) und unbedingt feste Motorradstiefel! Für die Motorradkleidung sind also sowohl gut wärmende, als auch sehr leichte Ausrüstungen vorzusehen. Man sollte eben im Land nicht in die Versuchung kommen, die schwere Kombi auszuziehen und im T-Shirt weiterzufahren! Ein Minimum an Protektion ist gerade in Marokko wichtig. 
 
Denkt daran, dass die Pistenfahrten einiges vom Material abverlangen. Völlig eingegrabene Maschinen, Umfaller, leichte Stürze sind immer an der Tagesordnung auf den Pisten des Südens. Manche Pisten (Single Trails) erfordern unbedingt leichte, wendige Maschinen (G 450) und sind mit den großen GS nicht zu befahren! Diese Trails sind in meinem Buch gekennzeichnet. Ein Bekannter von mir war 2012 von Foum Zguid nach Zagora mit der GS 1200  unterwegs und schrieb dann in seinem Tagebuch: "wir waren in Sichtweite der Stadt Zagora, sahen sie unten im Tal liegen, aber brauchten einen gefühlten halben Tag, um dort völlig erschöpft anzukommen. Gott sei Dank fanden wir dort einen kompetenten Paris/Dakar Mechaniker, der uns den zerschlissenen Reifen reparieren konnte!"
 
RADAR. Sehr großes Thema in Marokko: 60 km/h innerorts, 100 km/h Landstrasse, 120 km/h Autobahn. Von Tanger bis Agadir auf der AB etwa 50 Radaranlagen, fix und per Pistole, auf der Landstrasse eher mehr. Kostenpunkt: bis 30 km/h etwa 40 €, darüber an die 70 €. Kann meistens auch verhandelt werden. Die langen Landstrassenstücke sind ein großes Einsatzgebiet für den GS Tempomaten!
 
Wenig Radar im Osten und im Süden ab Guelmim südwärts, aber doch vorhanden.
 
Empfehlung: hinter Einheimischen herfahren, Taxis oder gute Fahrer. Die Solidarität ist gewaltig!
 
Reisezeiten:
 
Allerbeste Reisezeit: Anfang März - Anfang Juni (nicht zu heiß, lange Tage)
Sehr gute Reisezeit: Oktober (nicht mehr extrem heiß)
Gute Reisezeit: Anfang November- Ende Februar (angenehm, aber kurze Tage)
Keine Reisezeit: Juni, Juli, August, September (zu heiß)
 
Marokko verlängert die Motorradsaison für europäische Motorradfahrer und ist eigentlich ein Ganzjahresziel. In der sehr heißen Zeit kann man im Atlasgebirge unterwegs sein, im kühlen Winter kann man ganz in den Süden des Landes fahren. Die Nächte sind im Dezember- Februar angenehmer unterhalb von Agadir (5°C Nacht, 15° C Tag).
 
Klima: es gibt keine wirkliche Regenzeit in Marokko, aber es kann immer mal zu sehr heftigen tropischen Starkregen kommen. Bei diesen stundenlangen Regenfällen, vordringlich im Frühjahr und im Herbst, können Strassen über hunderte von Metern weggeschwemmt werden, Furten tagelang unpassierbar werden und gewaltige Schäden entstehen (2006 sind im trockenen, flachen Sandmeer von Merzouga dadurch 600 Familien obdachlos geworden). Sandstürme sind häufig im Osten des Landes zu beobachten, auch im April kann es im Atlas noch heftig schneien und zu Glatteis kommen (Im Mai 2015 sogar Schnee in Merzouga!). Zur Veranschaulichung: im Dezember/Januar kann man im Atlas und auch in der Wüste nur sehr selten ein T-Shirt anziehen! Ab März kann es in den Wüstengegenden schon unangenehm heiß werden, vor allem mit einer guten Kombi und bei einer Plattfußreparatur! Die regionalen Unterschiede sind groß zwischen dem Gebirge und den Wüsten des Ostens und des tiefen Südens!
 
Anmerkung zur Ausrüstung 5.5.2014:
 
Nach 4 Wochen Marokko und Westssahara war die gesamte Gruppe mit der Ausrüstung zufrieden. Es fehlte nichts, einiges wurde nicht gebraucht: 1 Kocher, Kaffeemaschine, Kaffeepulver, Kompressor, Metalltrinkflasche und andere Kleinigkeiten.
 
Als sehr nützlich hatten sich erwiesen:
 
1. Camelpack von BMW
2. BMW Combi Rallye
3. Lenkererhöhung, Schalthebel von Wunderlich
4. Alukoffer von Wunderlich nebst Aufpacktaschen mit Netzen für Wasserflaschen
5. Tankrucksack Elefant Wunderlich
6. Dreibeinhocker Louis 6 Euro
7. 1 Liter Kanister außen für die Rotweinreserve (war gut, trotz Hitze und Schütteln und Plastik)
8. 2 Liter Zusatzbenzinkanister
9. NIKON Kameras 5200
10. GOPRO Kameras Hero +
11. Ständerverbreiterung Wunderlich
 
 
Letzte Überarbeitung:  Frühjahr 2017.